Bei der Besteigung und Erschließung des Großglockners spielten von Anfang an die Bergführer eine wichtige Rolle. Johann Stüdl, ein Prager Kaufmann, erkannte dies und nahm sich in besonderer Weise des Bergführerwesens an.
Im Jahre 1869 wurde der 1. Ostalpine Bergführerverein gegründet und die Führer erhielten neben Ausrüstung wie Laternen, Pickel, Seil uvm. auch eine „Führerordnung“ und „Führerbücher“. Nachdem es im Führerwesen auch Unstimmigkeiten gab, bemühte sich besonders der Alpenverein um eine Verbesserung des Führerwesens.
1877 richtete die Sektion Prag in Kals das erste Führerbüro der Ostalpen ein.Damals standen in Kals 15 Bergführer zur Verfügung, 1883 waren es schon 21 Führer.
Bei der Erschließung des Großglockners spielten Kalser Bergführer eine große Rolle.
Nachdem ab 1855 Wege zum Großglockner von Kals aus gefunden wurden,überflügelte Kals in wenigen Jahren Heiligenblut als Ausgangspunkt für die Besteigung des Großglockners. Kals verdankte seinen guten Ruf und die günstige touristische Entwicklung damals nicht zuletzt den außergewöhnlichen bergsteigerischen Fähigkeiten seiner Bewohner.
Berühmte Kalser Bergführernamen aus der damaligen Zeit sind:
Josef Schnell, Johann Kerer, Christian Ranggetiner, Thomas Groder
Der Verein wurde später leider durch die Kriegs wirren zerrüttet und nicht wieder konstituiert. Die Kalser Bergführer haben sich trotz allem bis zum Jahre 1986 wie einem Verein zugehörig verhalten.
Am 28.Mai 1986 wurde der Verein neu gegründet.In dieser Zeit wurde ein eigenes Vermittlungsbüro eröffnet.Ebenso begann man mit der Errichtung eines Klettergartens im Ködnitztal. Weitere wichtige Aktivitäten waren die Durchführung eines Bergführerseilrennens sowie die Abhaltung eines Bergführergunggls- gemütliches Beisammensitzen der Kalser und Heiligenbluter Bergführer am Ende einer langen, anstrengenden Saison. Streng wurde auf die Einhaltung der Kehrordnung im Büro geachtet. Diese Einrichtung stammt noch von den Statuten aus dem Jahr 1869. Jeder Bergführer kommt nach dem Alphabet an die Reihe.Ordnung muss sein.



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